8 Mai 2011 – 28. Mai 2011
Von Tom Lanoye
Regie: Margit Weihe
In seiner „klugen, erfolgreichen Neufassung“ (Frankfurter Rundschau) lässt Tom Lanoye die Handlung viel früher einsetzen als bei Euripides:
Medea ist eine junge Frau, die sich in einen Abenteurer aus der großen weiten Welt verliebt, der nach Kolchis kommt, um das Goldene Vlies zu erbeuten. Ihre Liebe ist so ungestüm, dass sie gegen sämtliche gute Sitten verstößt. Fine amour fou – und plötzlich versteht man, welche hohen Erwartungen auf dieser Liebe lasten.
Der zweite Teil spielt Jahre später, Medea und Jason haben zwei Söhne, und die Liebe hat dem Alltag nicht standgehalten. Ein moderner Geschlechterkampf, ein Ehekrieg, dem die Kinder zum Opfer fallen, aber in einer neuen Version, getötet von beiden Eltern, die sich in der Schuld wieder nahe sind.
Tom Lanoye schafft den Sprung in die Gegenwart, ohne die archaische Wucht der Vorlage preiszugeben: Die Konfrontation zwischen den beiden Kulturen legt er in die Sprache: Wenn die „Barbaren“ in Versen und die Griechen in flapsiger Prosa sprechen, zeigt das die ganze Ambivalenz unserer Auffassung von Zivilisation.
„Der Belgier Tom Lanoye erzählt die von Euripides über Grillparzer bis zu Heiner Müller geschätzte, tausendmal für die Bühne aufbereitete griechische Horrorstory von der Kindertotmacherin Medea auf kühle, schlüssige Art neu. MAMMA MEDEA ist ein furioses Drama über Fremdheit und Entfremdung. Ein modernes Melodram mit Migrationshintergrund, in dem Liebe eine böse Krankheit ist.“ (SPIEGEL Online)
Medea Marlene Buchner
Aietes Patrick Schunk
Chalkiope Sarah Luz
Apsyrtos Tilman Pörzgen
Frontis Ole Pahl
Melas Tamino zum Felde
Jason Hannes Krause
Telamon Eduardo Bracho
Idas Josua Krüger
Kreusa Caroltta Weibl
Medeas Kinder Lotta Horns, Constantin Bähnk
Dienerin Mariam Amouoghli
Sportlehrer Tilman Pörzgen
Musik Jonathan Szegedi
Idee und Konzept Margit Weihe
Bühne Ricarda Lutz
Werkstatt, Licht Matthias Riske
Kostüm Ricarda Lutz
Fotos 1 Mattea Weihe
Fotos 2 t&w
Video Achim Dehmel
Plakat Christel Lottmann
Regieassistenz Alexander Krüger
Regie und Gesamtleitung Margit Weihe
Eine Produktion des theater im e.novum e.V.
Vielen Dank an die
Bürgerstiftung Lüneburger Theater
der Sparkasse Lüneburg





