KERSTIN STEEB
Foto: Torsten Kollmer
Wie lange bist Du schon bei uns?
Seit Anfang 2010 arbeite ich mit den Erwachsenen des E3′s zusammen, wir haben bereits erfolgreich ‘Die Physiker’ gezeigt. 2011 habe ich nun auch die Jugendlichen in der J6 übernommen. Nun freue ich mich gemeinsam mit den Gruppen auf Neues.
Was machst Du sonst so, wenn Du nicht hier arbeitest?
Nachdem ich erst Sport auf Diplom studiert und abgeschlossen habe, habe ich noch Musiktheater-Regie in Hamburg studiert. Das wollte ich eigentlich schon immer studieren. Im Dezember 2011 schließe ich auch dieses Studium mit meiner Abschlussinszenieung, einer Tanzoper von Philip Glass, ab. Dann heißt es, sich als freie Regisseurin auf dem Markt zu behaupten. Allerdings arbeite ich nebenbei auch als Lehrbeauftragte am Fachbereich Sport an der Uni Hamburg. Die Mischung ist es, die mich wach hält.
Bleibt da noch Zeit für Familie und Hobbies?
Ja, die nehme ich mir. Meine freie Zeit verbringe ich mit meinem Freund und unserem Sohn, oft im Naturschutzgebiet, neben dem wir wohnen. Unser gemeinsames Hobby ist der Sport, meistens in der Natur. Wir gehen paddeln und im See schwimmen. Alleine trainiere ich Modern Dance.
Wie bist Du zum Theater gekommen?
Ich konnte schon seit ich Kind bin immer alles irgendwie nur ein bisschen. Ein bisschen Geige spielen, ein bisschen Klavier, ein bisschen Kunstturnen, ein bisschen Ballett tanzen und so weiter. Es war dann eher Zufall, dass ich ein Praktikum im Theater gemacht habe. Dort habe ich Christian von Götz kennen gelernt, der mich sehr fasziniert hat und als Assistentin zu mehreren Produktionen mitgenommen hat (u.a. Evita in Bremen). Ich habe schnell gemerkt, dass ich als Musiktheater-Regisseurin mein Halbwissen perfekt verarbeiten und nutzen kann. Wenn Ihr Euch für Details meiner Biografie interessiert, dann schaut hier.
Was war Dein schönstes Erlebnis im Theater?
Das war definitiv eine Probe. Und zwar von einer Oper. Wir hatten die Bühne nicht zum Proben und mussten in einen ganz kleinen stickigen Raum ausweichen, der zur Hälfte mit einem Flügel vollgestellt war. Wir haben das Bühnenbild da rein gequetscht und uns selbst noch dazu. Dann haben wir einen Mickeymouse-Durchlauf gemacht. D.h. der Dirigent am Flügel hat das ganze Stück im totalen Zeitraffer gespielt, mehr als doppelt so schnell. Die Sänger und Schauspieler hatten keine Zeit mehr nachzudenken. Es hatte so eine Energie und einen Charme, dass wir als Regieteam lachend unter dem Tisch hockten.
Dein Arbeitsmotto?
Manchmal biste der Baum, manchmal biste der Hund.



